Das Aufräumen von verwilderten Grundstücken oder Waldstücken ist eine körperlich anstrengende Aufgabe. Besonders wenn viele Bäume, dicke Äste und Totholz vorhanden sind, kommen Sie um den Einsatz von Sägen nicht herum. Wenn Sie einen Holzbereich sägend räumen, geht es nicht nur um Muskelkraft, sondern vor allem um die richtige Technik und Sicherheit.
Die richtige Vorbereitung und Ausrüstung
Bevor Sie die Säge starten, ist eine gründliche Planung unerlässlich. Analysieren Sie das Gelände: Gibt es Stolperfallen? Wie fallen die Bäume? Welche Hindernisse (Zäune, Leitungen) müssen beachtet werden?
Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist Pflicht, wenn Sie einen Holzbereich sägend räumen wollen:
- Schnittschutzhose: Diese stoppt die Kette im Falle eines Unfalls.
- Forsthelm: Mit Gehörschutz und Visier gegen herumfliegende Späne.
- Sicherheitsschuhe: Fester Stand ist auf unebenem Waldboden lebenswichtig.
- Handschuhe: Zum Schutz vor Splittern und für besseren Griff.
Auswahl der Werkzeuge
Nicht jede Säge ist für jede Aufgabe geeignet. Eine effiziente Rodung erfordert oft eine Kombination aus verschiedenen Geräten:
- Motorsäge (Kettensäge): Das Hauptwerkzeug für dicke Stämme und das Fällen von Bäumen. Für den privaten Gebrauch reichen oft elektrische oder akkubetriebene Modelle, während Profis auf Benziner setzen.
- Astsäge (Handsäge): Ideal für präzise Schnitte an kleineren Ästen, wo die Kettensäge zu unhandlich wäre.
- Freischneider mit Sägeblatt: Perfekt, um dichtes Gestrüpp und dünne Gehölze am Boden zu entfernen.
Schritt-für-Schritt: Den Holzbereich sägend räumen
Gehen Sie systematisch vor, um das Chaos zu vermeiden.
1. Unterholz und Gestrüpp entfernen
Beginnen Sie immer unten. Entfernen Sie zuerst Dornen, Büsche und kleine Gehölze. Dies schafft Bewegungsfreiheit und Fluchtwege, falls ein Baum nicht so fällt wie geplant. Hier leistet der Freischneider gute Dienste.
2. Entasten und Fällen
Wenn Sie größere Bäume im Holzbereich sägend räumen, wenden Sie die korrekte Fälltechnik an (Fallkerb anlegen). Liegt der Baum, entfernen Sie zuerst die Äste, die unter Spannung stehen – hier ist extreme Vorsicht geboten, da diese wie Peitschen zurückschlagen können.
3. Zerkleinerung des Holzes
Sägen Sie die Stämme in handliche Stücke. Ob Sie das Holz als Brennholz nutzen oder entsorgen wollen, bestimmt die Länge der Schnitte (meist 30cm oder 1 Meter).
Wichtiger Tipp: Achten Sie darauf, dass die Kette der Säge niemals den Boden berührt. Sand und Erde machen die Kette sofort stumpf.
Sicherheitshinweise bei der Arbeit
Unfälle bei Forstarbeiten passieren oft durch Ermüdung oder Leichtsinn.
- Arbeiten Sie niemals allein im Wald oder abgelegenen Gartenbereichen.
- Legen Sie regelmäßige Pausen ein.
- Vermeiden Sie Arbeiten bei starkem Wind, da herabfallende Äste unberechenbar werden.
- Wenn Sie unsicher sind, wie ein Baum fällt, ziehen Sie einen Profi hinzu, der den Holzbereich sägend räumen kann.
Wohin mit dem Schnittgut?
Nach dem Sägen bleibt oft ein riesiger Berg an Biomasse zurück. Stammholz eignet sich hervorragend als Kaminholz (nach Trocknung). Dünnere Äste können gehäckselt und als Mulch verwendet werden. Alternativ bieten viele Gemeinden Grünschnitt-Sammelstellen an. Eine professionelle Entsorgung spart Ihnen Zeit und Transportaufwand.